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Weyher

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DorfLeben – Ein Laden und Leben im Alten Rathaus“

26. Oktober 2021

Der Wunsch nach einem Treffpunkt in der Dorfmitte und einem Dorfcafé im Alten Rathaus kam in der Dorfmoderation in den Jahren 2016 bis 2017 auf. Das Erdgeschoss des denkmalgeschützten Gebäudes allein bietet für eine solche Mischnutzung jedoch zu wenig Platz. Mit viel ehrenamtlicher Unterstützung in der Anfangsphase wurde vor drei Jahren dort ein Backwarenverkauf der Bäckerei Alexander Scheurich aus Essingen neu etabliert, nachdem die dort seit 2003 bestandene Bäckereifiliale Anfang 2018 geschlossen hatte.

Nachdem 2020 die Generalsanierung mit barrierefreiem Umbau des Dorfgemeinschaftshauses abgeschlossen war, fanden dort seither coronabedingt alle Sitzungen der gemeindlichen Gremien statt und das Obergeschoss des historischen Rathauses blieb ungenutzt. Es kam deshalb die Idee auf, diese Räume auf Dauer stärker der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und dahingehende Anregungen aus dem 2017 beschlossenen Dorferneuerungskonzept aufzugreifen. Auch gilt es, das bestehende Nahversorgungsangebot beim Alten Rathaus weiter auszubauen und zu sichern. Inzwischen hat der angrenzende Platz durch die in diesem Jahr erfolgte Durchgrünung und Neugestaltung eine höhere Aufenthaltsqualität erfahren. Somit bietet sich dieser Bereich noch mehr als repräsentatives Kommunikationszentrum für Einheimische und Gäste an.

Der Gemeinderat hat deshalb in seiner letzten Sitzung am 26.07.2021 beschlossen, den Sitzungssaal und das Sprechzimmer des Bürgermeisters ins frühere „Gemeindehaus“ (Dorfgemeinschaftshaus, Borngasse 1) zurückzuverlegen, wo es bis 1995 über 120 Jahre lang seinen Platz hatte. Das „Alte Rathaus“ wurde deshalb im August in einem öffentlichen Interessenbekundungsverfahren für eine Nutzung im Sinne des Dorfentwicklungsplans ausgeschrieben. Wichtig war es dabei, dass weiterhin Backwaren der Bäckerei Scheurich angeboten werden. Diese hat zuverlässig die Grundversorgung sichergestellt, kann aber selbst die Öffnungszeiten und das Warenangebot nicht weiter ausweiten. Dies wäre jedoch gerade in der Gästesaison sowie für nicht mobile Einwohner sehr wichtig.

Am letzten Montag wurde nun dem Ausschuss für Dorfentwicklung und dem Ausschuss für Weinwerbung und Fremdenverkehr ein Konzept des Ehepaars Stephanie Hanel und Richard Zinken vorgestellt. Beide haben in Weyher ein Haus gekauft, das sie gerade beziehen. Sie verfügen über Erfahrung im Bereich Online, Kommunikation und Marketing sowie aus der Führung eines eigenen Ladens. Ihr Konzept steht unter dem Titel „DorfLeben – Ein Laden und Leben im Alten Rathaus“: „Wir möchten das Alte Rathaus von Weyher zu einem Ort entwickeln, der sich eng an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Gäste des Dorfes orientiert – und als kleiner Laden, als Café, als Treffpunkt und Veranstaltungsort das Leben im Dorf anregt.“ Im Sortiment vorgesehen sind neben Backwaren der Bäckerei Scheurich unter anderem belegte Brötchen, Grundnahrungsmittel, lokale Spezialitäten, Kaffee, Tee und andere Getränke sowie Kunst und Kunsthandwerkliches. Das Angebot soll sich an den Bedürfnissen der Einwohner und Gäste orientieren, weshalb den Bewerbern eine enge Kommunikation sehr wichtig ist: „Wir möchten das Alte Rathaus mit Ihnen gemeinsam zu einem lebendigen Zentrum von Weyher entwickeln und uns dabei an den Wünschen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Gäste orientieren.“

Das Konzept sieht Öffnungszeiten vor- und nachmittags an vier Werktagen sowie in der Urlaubssaison auch sonntags vor. Es überzeugte beide Ausschüsse, die deshalb dem Gemeinderat empfehlen, eine Kooperation einzugehen. „Ein Dorf lebt von der Begegnung, dem Gespräch, dem Miteinander. Das geschieht in Vereinen, in der Kirche, auf der Straße. Und eben auch dort, wo man seine Brötchen holt oder einen Kaffee trinkt.“ Dazu bietet das Alte Rathaus sehr gute Voraussetzungen. Es sollen dazu das Erdgeschoss und weitere Lagerflächen an die Betreiber vergeben werden. Der bisherige Sitzungssaal im Obergeschoss könnte während der Öffnungszeiten beaufsichtigt werden und damit regelmäßig für die Öffentlichkeit allgemein zugänglich sein. Er soll jederzeit noc

Gedenken an Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft – 70 Jahre St. Michaelskapelle

28. September 2021

Am kommenden Sonntag, dem 3. Oktober 2021, findet das gemeinsame Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft an der St. Michaelskapelle statt. Der Gottesdienst, in den diese Feier eingebunden ist, beginnt um 10:30 Uhr und wird von der Kolpingkapelle musikalisch mitgestaltet. Hierzu ergeht herzliche Einladung.

 

In diesem Jahr feiern wir den 70. Jahrestag der Einweihung der St. Michaelskapelle. Diese wurde im Jahr 1951 in Eigenleistung durch die Bürgerschaft der Gemeinde Weyher errichtet. Der rote Sandstein stammt aus den Steinbrüchen des Dorfes. Gleichzeitig wurde die umgebende Weinbergsgemarkung in „Michelsberg“ umbenannt. Seine bisherige Bezeichnung war „Rötzberg“, wohl wegen der rötlichen Farbe des Bodens, der aus Rotliegendem und Schiefergestein besteht. Die an der Kapelle in Stein gemeißelte lateinische Inschrift „ex voto“ (zum Gelöbnis) erinnert an ein Versprechen, das am 16. März 1945 der hiesige Pfarrer Martin Wothe (1875 – 1969) gegeben hatte, als er die Bombenangriffe auf die Stadt Landau beobachtete: Wenn das Dorf vor Zerstörung bewahrt bleibe, solle eine Kapelle gebaut werden, die an das Inferno des Krieges erinnere und zum Frieden mahne.

 

Der heilige Erzengel Michael wird gesehen als Beschützer der christlichen Kirche, Helfer in Not und Gefahr und steht dem Menschen in schweren Zeiten und in seiner letzten Stunde bei. Er gilt als Schutzpatron der Deutschen sowie Patron der Ritter und Soldaten. Eine Darstellung als „Seelenwäger“ am Tag des jüngsten Gerichts  befindet sich seit 1890 im Altarraum der Weyherer Pfarrkirche auf dem Südfenster.

 

Der Speyerer Bischof Dr. Josef Wendel weihte am 30. September 1951 die Kapelle, deren Innenwand oberhalb des Altars ein Mosaik des Erzengels Michael als Bezwinger des Teufels in Gestalt des Drachen schmückt. “Wer ist wie Gott?“, die wörtliche Übersetzung des hebräischen Mi-ka-el, soll der Satan als letzte Worte vor seinem Sturz vernommen haben. Die lateinische Inschrift „Lux perpetua luceat eis“ (Das ewige Licht leuchte ihnen) gilt den zahlreichen Opfern der Weltkriege aus der Gemeinde. An den beiden Seitenwänden wurden 1976 zwei Sandsteintafeln angebracht, die namentlich an alle gefallenen und vermissten Männer erinnern: 28 im Ersten Weltkrieg und 56 im Zweiten Weltkrieg. Für viele gab es kein Grab, das man mit Blumen schmücken konnte. Mit der Michaelskapelle haben ihre Familien eine Gedenkstätte am schönsten Aussichtspunkt von Weyher bekommen. Jedes Jahr wird hier am Sonntag um den 29. September, dem Gedenktag des heiligen Michael, der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Mit der Flurbereinigung 1972 wurde das Gelände um die Kapelle herum abgetragen. Seither ragt sie deutlich als Wahrzeichen des Michelsbergs aus den Weinbergen heraus.

 

Die St. Michaelskapelle ist ein Mahnmal wider das Vergessen. Es ist ein Ort der Demut und Stille, der uns deutlich macht, in welche Abgründe jede Form von Rassismus, Gewalt und Hass führen. Er fordert auf, nie nachzulassen, uns für das friedliche Miteinander in unserem Land und auf der Erde einzusetzen. Die grandiose Aussicht und die Schönheit der umgebenden Landschaft verpflichtet uns gleichermaßen, unsere Natur zu schützen. Eine neue Informationstafel wurde zum Jubiläum aufgestellt. Auf ihm sind die geschichtlichen Hintergründe erläutert und es ruft dazu auf die Kapelle und deren Umfeld entsprechend zu respektieren.

Teilsperrung

28. September 2021

Teilsperrung des alten Schulhofs am Tag der Deutschen Einheit

Wegen der Veranstaltung „Deutschland singt“ zum Tag der Deutschen Einheit, die von der Kolpingkapelle am Sonntag, 3. Oktober 2021, ab 16 Uhr auf dem Alten Schulhof stattfindet, muss die Parkplätze auf einer Teilfläche diesem Tag gesperrt werden.

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