Etwas geschichtliches über den Ort

Malerisch am Fuße des 618 m hohen Blätterberges am Eingang des Modenbachtales gelegenes Winzerdorf, das sich in den letzten Jahren großer Beliebtheit bei Feriengästen und Erholungssuchenden erfreut.

Seine Lage am Haardtrand, umgeben von Weinbergen und angrenzend an den Naturpark Pfälzer Wald, begünstigen gesundes Klima und fast südländische Vegetation (Feigenbäume, Edelkastanienwälder, etc.)

Wanderungen durch Flur und Wald auf gut markierten Wegen mit Möglichkeiten zur Einkehr in rustikalen, gastfreundlichen Hütten, werden von den Gästen und Besuchern sehr geschätzt. In Verbindung mit Hotel, Gaststätten, Weinstuben, Pensionen, Ferienwohnungen und Privatquartieren, brachte es dem Ort das Prädikat "Anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde" ein.

 

Die erste urkundliche Aufzeichnung und Benennung des Ortes erfolgte im sogenannten "Lorscher Codex" des Jahres 777.
Das bereits in der Zeit der römischen Herrschaft (im 1. Jahrhundert v. Chr.) in diesem Bereich gesiedelt war, davon künden die Funde verschiedener der damals üblichen Steinsärge und der Grundmauern einer römischen Villa.

Auch der Ortsname leitet sich von dem römischen Wort "Villa" ab.

Heute sind im Ort noch zu sehen: Ein altes Rathaus von 1609, das in den letzten Jahren renoviert wurde und heute ein Schmuckstück der Gemeinde darstellt, die Kirche "St. Peter und Paul" von 1717, das imposante alte Schulhaus/Rathaus, das ausgebaut, erweitert und zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut wurde.

Am nördlichen Ortsrand findet sich ein über 100 Jahre alter Mammutbaum, am südwestlichen Ortsrand der Glockenbrunnen und nicht weit davon die Michaelskapelle (Gefallenengedächtnisstätte). Gleich über dem Dorf am Waldrand wurde 1904 eine Lourdesgrotte angelegt.

Eine weitere Besonderheit hat der Ort zu bieten: im Kirchturm läutet das älteste zusammenhängende Kirchenglockengeläute der Pfalz. Und so kam es dazu:

1794 retteten junge Männer aus dem Dorf die Glocken vor dem Zugriff der französischen Revolutionsheere. Die Glocken, von den Soldaten bereits vom Turm geholt, sollten am nächsten Tag abgeholt und eingeschmolzen werden. In der Nacht schafften die jungen Männer die Glocken aus dem Dorf und vergruben sie in einem frisch gerodeten Weinberg. Trotz vieler Repressalien konnten die Glocken nicht gefunden werden.

Erst 1804 war die Gefahr vorüber, die Glocken aus der Erde geholt und unter großem Jubel der Einwohner wieder an ihren angestammten Platz gebracht.

Günther Bendel

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